Kinder mit auffälligem Verhalten - Infoseiten

Vor Jahrzehnten sassen in einem Klassenzimmer bis zu 60 Kinder verschiedener Stufen. Heute sieht es in einer Schule anders aus, und es wird auf die einzelnen Kinder individueller eingegangen. Dass es in fast jeder Klasse Kinder gibt, welche irgend eines der Symptome von Hyperaktivität, POS, ADS, ADD oder HKS aufzeigen, ist heute nichts abnormales mehr. Ebenso kann es sich um begabtere Kinder handeln, welche aus Gründen der Unterforderung passiv und lustlos werden. Das schwierige ist aber meistens, die richtige "Diagnose" aufgrund der typischen Symptome zu stellen.

Damit man sich sicherer ist, was für ein Symptom ein bestimmtes Kind aufzeigt, helfen die folgenden Seiten im Internet weiter. Dort werden diese beschrieben. Vielleicht schenkt man einem Kind, nachdem man sich genauer informiert hat, plötzlich mehr Beachtung. Vielleicht merkt man auch, dass eines der oben genannten Verhaltensmuster bei einem seiner Schülern ziemlich genau zutrifft.

Dies sind die Gründe für die folgenden weiterführenden Seiten.

 

Der Problemschüler

Ein Gedicht, sehr frei nach Heinrich Hoffmann
von Klaus-Henning Krause


Wenn der Bub zur Schule ging,
stets sein Blick am Himmel hing.
Nach den Dächern, Wolken, Schwalben
schaut er aufwärts allenthalben:
vor die eig´nen Füße dicht,
ja, da sah der Bursche nicht.
Auch im Klassenraum, welch Grauen
alles andere mag er schauen
als das, was an der Tafel steht;
man hält ihn deshalb für recht blöd.
Die Aufmerksamkeit ist denkbar schlecht,
motorisch macht er's auch nicht recht:
"Ob Ihr Kind in Zukunft still
im Klassenraum wohl sitzen will?"
Also fragt sehr ernsten Tones
der Lehrer die Eltern dieses Sohnes.
Doch die Mutter blickt nur stumm,
verzweifelt auf dem Pult herum.
Der Vater ist gar zornig sehr
und schimpft zu Hause immer mehr.
Doch der Lümmel hörte nicht,
was zu ihm der Vater spricht.
Er gaukelt und schaukelt
er trappelt und zappelt
in der Klasse hin und her.
"Junge, das mißfällt mir sehr!"
Seht, Ihr lieben Lehrer, seht,
wie's dem Schüler weitergeht.
Irgendwann treibt er's zu bunt
und zerstört Euch Eure Stund´.
Und höret nur, wie bös er war,
er spuckte nach den Ander´n gar.
Als die Mutter kommt nach Haus,
sieht ihr Sohn ganz traurig aus.
Man hat ihn einfach heimgeschickt,
nun sind alle ganz geknickt.
Mutter und Vater, die schreien
gar jämmerlich zu zweien,
"Herbei, herbei, wer hilft geschwind?
Die Chancen schwinden für unser Kind!"
Zum Arzt muß Filius nun herein,
der kennt die Gründe aller Pein,
er gibt ihm wirksame Arznei,
und Zappeln und Träumen sind vorbei.